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Bericht zur Frühjahrstagung 2005 im Tierpark Berlin- Friedrichsfelde Am 20. und 21.05.2005 fand die gemeinsame Tagung der AG Schlangen und dem Serum-Depot-Berlin e. V. im im Diebziger Hof in Diebzig statt. Am Samstag standen fünf hochinteressante Vorträge und organisatorische Themen, insbesondere im Serumdepot Berlin, auf dem Programm. Nachdem die Tücken der Technik überwunden wurden, konnte Herr Steven Art aus Neunkirchen seinen Vortrag über die Haltung und Zucht von Morelia viridis mit leichter Verspätung darbieten. Trotz eingehender Beschreibung verschiedener geographischrer Morphen und deren Eigenarten im Jahreszyklus und Fortpflanzungsverhalten konnte der Vortragende den Zeitrückstand wettmachen. Herr Bernd Skubowius aus Herne konnte mit seinem Vortrag über Bullen- und Kiefernattern lückenlos anschließen und die beiden Gattungen umfassend vorstellen. Den etwa 60 Tagungsteilnehmern wurde darüber hinaus dargestellt, wie die meisten der Arten beider Gattungen gehalten und nachgezogen werden können. Nach der Mittagspause stand eine Mitgliederversammlung des Serumdepots Berlin auf dem Programm. Zunächst galt es, Herrn Dr. Dieter Schmidt nach seinem gesundheitlich bedingten Rückzug aus der Leitung des Serumdepots für die geleistete Arbeit zu danken. Der Geschäftsführer Markus Monzel erläuterte dann, dass es notwendig geworden ist, die Struktur des Vereins und die Vereinsleitung der stark gestiegenen Mitgliederzahl und der sich verändernden Situation bezüglich anderer serumführender Stellen in Deutschland anzupassen. So ist davon auszugehen, dass das Serumdepot in absehbarer Zukunft alleiniger Bereitsteller von genügend großen Mengen an Seren für Gifte nichteuropäischer Schlangen in Deutschland sein wird. Zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit galt es Änderungen in der Satzung zu diskutieren. Eine Beschlussfähige Mehrheit konnte zu dieser Tagung noch nicht erreicht werden. Außerdem wurde der Vorstand erweitert. So existiert jetzt auch ein medizinischer Berater als Ansprechpartner für Kliniken und Ärzte. Die Satzungsänderungen stehen im Herbst erneut auf der Tagungsordnung. Im weiteren Tagungsverlauf referierte Herr Dr. Michael Gruschwitz, Dresden, über die Schlangen Südafrikas. Dieser Vortrag brillierte durch seine hervorragende Darstellung der Tiere im Biotop. Obwohl es auch für erwiesene Spezialisten schwierig ist, Schlangen im Biotop überhaupt zu finden, überraschte dieser Vortrag durch seine fast umfassende Darstellung der Schlangenfauna ausgewählter Verbreitungsgebiete in Südafrika. Der Verweis auf das auch von der DGHT geförderte Blouberg-Projekt der Snymans sehen wir an dieser Stelle als Pflicht an. Wir rufen alle Mitglieder und Interessenten zu Spenden auf, da dieses Projekt keinerlei staatliche Zuschüsse erhält, für die Erforschung und den Schutz der Herpetofauna aber enorm wichtig ist. Mögliche Folgen der Haltung giftiger Schlangen stellte Herr Paul Hartmann aus Baar in der Schweiz in den Mittelpunkt seines Vortrages. Er berichtete über Giftschlangenbisse und gab Verhaltens- und Therapiehinweise. Da für einem Bissunfall mit Giftschlangen grundsätzlich immer der Schlangenhalter und nicht die Schlange verantwortlich ist, muss an dieser Stelle leider festgestellt werden, dass diejenigen, denen dieser Vortrag nahe gebracht werden müsste, für gewöhnlich nicht als Gäste dieser Veranstaltung in Erscheinung treten. Der Vortrag des Herrn Tommy Kölpin aus Norderstedt führte in die bunte Welt der Königsnattern der Gattung Lampropeltis ein. Verschiedene Arten wurden vorgestellt und die Haltung, Vermehrung, Farbvariation und gezielte Farbzucht diskutiert. Interessant waren auf jeden Fall auch die beschriebenen Verhaltensstudien. Der Abend schloss mit einer abendliche Diskussionsrunde. Am Sonntag Morgen führte Herr Peter Ibe aus Stechby in alter Tradition die verbliebenen Tagungsteilnehmer zu einer Exkursion, diesmal in die Kliekener Aue. Im Namen aller Tagungsteilnehmer sei allen Referenten und der Familie Sixtus, die die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte und für Bewirtung und Quartier sorgte recht herzlich gedankt. Ralf Hörold
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